Wlog #1 – Tag 3

Hallo, ihr da draußen,

ja, genau so habe ich mir den Wlog vorgestellt – nicht. Es tut mir Leid, dass es so überhaupt nicht geklappt hat; was im Wesentlichen zwei Gründe hat:
Erstens ist es ein Pilotprojekt, bei dem ich erst ausprobiere, wie es am besten klappt, wann ich am ehesten den Wlog hochladen kann, ob ich direkt an dem Tag berichten kann oder lieber am Tag danach über den davor schreibe und Ähnliches. Man kann vor so einem Projekt planen wie viel man möchte, letztlich bringt nur der Feldversuch ein wirkliches Ergebnis und nur durch das Ausprobieren kann man die ideale Form finden. Für mich hat sich jetzt beispielsweise heraus kristallisiert, dass es eindeutig besser ist über den Tag davor zu berichten, da ich meistens abends oder nachts schreibe und es absolut keinen Sinn macht um 3 Uhr morgens einen Wlog online zu stellen.
Zweitens hatte mein Laptop die letzten drei Tage beschlossen, dass er eine Diva ist und nicht immer dann funktionieren muss, wenn ich es verlange. Außerdem hatte ich ein Problem mit der Cloud, in der meine Texte gelagert sind, was das Schreiben zusätzlich erschwert hat. Da nun aber endlich beides wieder so funktioniert wie es soll, kann es endlich weiter gehen.

Ich werde die nächsten drei Tage einfach in diesem Beitrag zusammen schreiben, damit ich (als Ausgleich) dann bis einschließlich Mittwoch, nach dem eigentlich gedachten Format, über meinen Schreiballtag berichten kann.
Letzten Donnerstag hat mein Laptop abends noch wunderbar funktioniert, weshalb ich auch über 1.500 Wörter geschafft habe – hört sich erst mal nicht viel an, war aber auf Englisch, was die Sache in meinen Augen dann doch relativiert. Hauptsächlich schreibe ich natürlich auf Deutsch, insbesondere meine Original-Projekte “Zwillingsblut” (darüber habe ich im letzten Wlog berichtet) und “Graustufen” (darüber werdet ihr sicher noch mehr hören, als ihr überhaupt wollt und nein, das hat absolut gar nichts mit Shades of Grey zu tun) werden ausschließlich in Deutsch verfasst.
Aber sei es nun meinem Studium geschuldet, das zu 80% aus englischsprachigen Vorlesungen besteht; meiner Neugierde, wie es ist in einer anderen Sprache zu schreiben, wie sich der eigene Stil verändert und warum sich das so von meinem deutschen Stil unterscheidet; oder schlicht die Tatsache, dass ich auf ein hoffentlich stattfindendes Auslandssemester ein wenig Übung haben möchte – ich schreibe zur Zeit recht gerne auf Englisch.
Allerdings hat das Schreiben in einer anderen Sprache so seine Tücken. Man muss ständig ein Wörterbuch bei sich haben und muss sich darauf einlassen, völlig in der Sprache zu denken, denn meiner Erfahrung nach bringt es leider recht wenig, den Text zuerst auf Deutsch zu schreiben und dann ins Englische zu übersetzen, da geht die ganze Melodie und das eigenständige Tempo einer Sprache verloren. Daher ist es auch schon passiert, dass Mr. K mich etwas gefragt hat und ich ohne es merkwürdig zu finden auf Englisch geantwortet habe, man stelle sich nun das verwirrte Gesicht vor, mit dem ich mich danach konfrontiert sah.

Über den Freitag gibt es leider nicht viel zu berichten, lediglich, dass ich viel für die Uni gemacht habe – am letzten Tag der Pfingstferien kann man das ja durchaus mal in Angriff nehmen – und ich die Zeit gefunden habe an Torsten Finks “Der Erbe des Skorpions” weiter zu lesen. Ein ausgesprochen gutes Buch, zu dem es hier auch noch eine Rezension geben wird. Ich könnte jetzt natürlich noch darüber schreiben, wie unverständlich manche Texte sind, durch die ich mich (ebenfalls mit Wörterbuch, da auf Englisch) an diesem Tag so lange gequält habe, dass ich abends schreckliche Rückenschmerzen hatte, allerdings fürchte ich, dass das nicht unbedingt interessant ist.

Am Samstag war ich mit Freunden verabredet, was irgendwie den ganzen Tag und Abend in Anspruch genommen hat, sodass ich wirklich überhaupt nicht zum Schreiben gekommen bin. Einmal ganz davon abgesehen, dass ich schon um 22 Uhr munter vor mich hin geträumt habe, so müde war ich nach diesem Tag. Aber das muss auch mal sein; den Schlaf nachholen, den ich an anderen Tagen durch Schreibwut einfach nicht habe.
Den Sonntag habe ich dann damit verbracht mir ein kleines Icon für den Blog zu überlegen, das ich heute vermutlich digitalisieren werde, sodass es dann irgendwann bald seinen Auftritt hier haben kann. Ansonsten muss ich zugeben, dass ich auf der Suche nach Inspiration bei einem Let’s Play zu Witcher 3 gelandet bin (Fragt nicht, wie ich da hin gekommen bin, es ist mir selbst ein Mysterium!) und das zusammen mit meiner dadurch wiederentdeckten Leidenschaft Diablo 3 zu zocken, bildet nicht nur eine schöne Grundlage für Inspiration, sondern hat auch meinen gesamten Sonntag eingenommen. Aber – und das freut mich gerade unermesslich – die Inspiration dadurch und die Motivation, die ich durch diese erzwungene Abstinenz habe, sorgen dafür, dass ich heute direkt nach diesem Artikel die Recherche zu meinem Projekt “Graustufen” fortführen und vielleicht sogar ein wenig schreiben werde.

Ich wünsche euch einen guten Start in diese kurze Woche!

xo,
Frances

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