NaNoWriMo2015 – Woche 1

Eine Woche NaNoWriMo.
Kann man da schon ein Fazit ziehen?
Das vielleicht nicht, aber jetzt weiß ich wenigstens, was ich mir mit dem NaNo angetan habe. Da ich in diesem Jahr zum ersten Mal bei dem viel gemunkelten, weit und breit berüchtigten National Writing Month (kurz NaNo oder NaNoWriMo) teilnehme, habe ich zwar schon unglaublich viel davon gehört, aber trotzdem hatte ich nicht wirkliche eine Vorstellung davon, was das eigentlich bedeutet. Der NaNoPrep (die Zeit vor dem 01.November, die zur Vorbereitung genutzt werden soll) ging größtenteils an mir vorbei, zumindest insoweit, dass ich nichts extra vorbereitet habe. Was kein Problem ist, da ich sowieso zu denen gehöre, die eine Story erst grob durchplotten, bevor sie überhaupt daran denken auch nur ein Wort zu schreiben.

Eine typische Schreibsession
Eine typische Schreibsession

Für den NaNo hatte ich eigentlich geplant ein Projekt fertig zu schreiben, an dem ich seit August sitze und das ich schon auf Fanfiktion.de angefangen habe hochzuladen. Mit knapp 25k Wörtern bin ich da eigentlich auch schon mitten im Geschehen, aber wie das beim NaNo anscheinend so sein kann, kam mir vier Tage vor dessen Beginn eine Idee, die mich einfach nicht mehr los gelassen hat. Die habe ich dann in groben Zügen entworfen, überlegt, wo sie anfangen und wo enden soll und immer mehr Spaß an ihr bekommen.

Das erste Projekt, das ich im NaNo hauptsächlich überarbeiten werde, ist eine FF im Naruto-Fandom. Ich liebe es, Charaktere in andere Welten zu schmeißen und zu schauen, was passiert. In diesem Fall, wollte ich einmal einen nicht ganz durch und durch guten Charakter schreiben, sondern jemanden, dessen oberstes Ziel es ist, seine eigene Haut zu retten und heil aus dieser ganzen Wir-werden-durch-Krieg-Frieden-schaffen-Sache heraus zu kommen. Es ist also sehr Action lastig und blutig, denn ich fürchte, ich habe noch selten eine Figur so sehr gequält, wie Matsurika in Wenn der Jasmin erblüht. Trotzdem versuche ich das ganze durch ein paar romantische Elemente leichter zu machen. Wer interessiert ist, die FF ist auf Fanfiktion.de online, einfach hier klicken.

Das zweite Projekt, das erst kurzfristig dazu gekommen ist, bewegt sich im Herr der Ringe-Fandom. Auch hier, habe ich eine weitere Figur hinzugefügt, einfach, weil ich zeigen will, dass nicht nur die Gefährten den Krieg entschieden haben. Es gab viele kleinere und größere Scharmützel, diese oder jene strategische Ablenkung, die nötig war, um der Ringgemeinschaft einen sicheren Weg zu bereiten. Und genau davon schreibe ich in diesem Projekt, das bei mir unter #ProjektOhneNamen läuft. Es gibt viele Geschichten in Mittelerde, die über die Heldentaten der Gefährten, vergessen werden zu erzählen. Ich will in diesem Projekt einer davon eine Stimme geben.

Während ich also munter vor mich hin plottete und langsam aber sicher ein wenig nervös wurde, wurde es auch schon der 01.November. Startschuss!
Da meine Wochenenden im Normalfall voll mit Terminen sind, hat es mich nicht gewundert, dass ich am ersten Tag nur mit Ach und Krach das Tagesziel von zumindest 1,7k erreicht habe. Wie schon vor dem NaNo befürchtet, hat das meine Erwartungen gewaltig gesenkt. Ich wollte mich nicht damit stressen, auf jeden Fall die 50k zu schaffen, da ich das bei meinem Alltag sowieso für uptoisch hielt. Also dachte ich mir 30k ist doch auch schon nicht schlecht und hab mir diese Zahl als Ziel für Ende November gesetzt.

Dann kam die erste Woche, in der ich neben Uni, den Texten, die ich dafür vor- und nachbereiten musste und ein klein wenig Privatleben, versuchte abends Zeit zum Schreiben zu finden. Ich schaffte immer wieder das Tagesziel und jedes Mal war ich auf’s Neue überrascht darüber. Natürlich ist man in der ersten Woche noch sehr motiviert und das schwierige am NaNo ist, meiner Meinung nach, sowieso, einen ganzen Monat regelmäßig zu schreiben.
Aber da ich meine tägliche Routine nicht groß geändert habe, sondern lediglich konsequenter nicht überarbeite und deutlich weniger prokrastiniere, überrascht es mich, dass es im Moment noch kein Problem für mich ist, nicht hinterher zu hinken. Zuerst dachte ich, dass es an der Euphorie lag, endlich mal am NaNo mitzumachen, aber als ich gestern meine Woche Revue passieren ließ, fiel mir auf, dass es keineswegs eine gute Woche gewesen war. Ich hatte viel für die Uni zu tun, schlief schlecht und war an einem Tag sogar in so schlechter Stimmung, dass ich nicht ein einziges Wort geschrieben habe. Ich musste also mit Erstaunen feststellen, dass die 50k gar nicht so unerreichbar sind, wie ich immer dachte. Um ehrlich zu sein, bin ich sogar zuversichtlich, dass ich heute noch die 20k knacken kann und damit fast schon die Hälfte geschafft ist!

Wordcount 01. - 07.11.
Wordcount 01. – 07.11.

Es ist schwer dran zu bleiben und es wird die nächsten Wochen sicher noch ein klein wenig schwerer werden, aber jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt. Die 50k müssen doch zu schaffen sein! Und sollte meine Motivation einmal versagen, so steht Twitter bereit, diese Rolle zu übernehmen. Na gut, sicherlich ist es auch zu großen Teilen eine Ablenkung, aber es motiviert mich, all die NaNo-Tweets zu lesen und zu hören, dass andere tatsächlich schon weit über die 50k gekommen sind. Eifersucht darauf ist am NaNo für mich kein Thema und sollte es für niemanen sein. Jeder schreibt anders, jeder hat ein anderes Tempo und so lange alle am Ende des Novembers ihr eigenes Ziel erreichen, ob das jetzt 30k, 50k oder 100k sind, ist doch alles gut, denn das ist es, was zählt.

Ich für meinen Teil, werde mir jetzt einen kleinen Snack machen und dann wieder in Mittelerde eintauchen, um meine Protagonisten durch Wind und Wetter reisen zu lassen.

xo,
Frances

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